Lösungen:
Astigmatismus, Hornhautverkrümmung und Stabsichtigkeit sind Bezeichnungen für die gleiche Form der Fehlsichtigkeit. Im deutschen Sprachgebrauch hat sich hier der medizinische Fachbegriff durchgesetzt.
Woran erkenne ich, ob ich eine Hornhautverkrümmung habe?
Welche Nachteile hat man durch die Hornhautverkrümmung?
Gibt es auch Situationen in denen eine Hornhautverkrümmung einen Vorteil hat?

Da eine signifikante Hornhautverkümmung sowohl die Sicht in der der Ferne und Nähe enorm einschränkt, ist man hier von einer Sehhilfe in fast allen Situationen abhängig. Hinzu kommt, dass weiche Kontaktlinsen den Astigmatismus nicht ausreichend korrigieren oder als torische Kontaktlinsen sehr teuer sind. Möchte man hier auf eine Brille verzichten, ist die Refraktive Chirurgie mit einer Lasik häufig die einzige Alternative. Die direkte Astigmatismus- Korrektur auf der Hornhaut kann den Visus im Vergleich zur Brille sogar verbessern.
Bei Kontaktlinsen wird auf die Korrektur einer geringen Rest-Hornhautverkrümmung häufig verzichtet. Formstabile Kontaktlinsen korrigieren diesen Sehfehler auch durch ihre "Korsett"-Funktion: Die Hornhaut passt sich dabei der sphärischen Form der harten Kontaklinsen an. Bei weichen Kontaktlinsen ist dies nicht so. Liegt die Hornhautverkrümmung unter 1 Dioptrie sparen sich dennoch auch viele Träger von weichen Kontaktlinsen die teure torische Korrektur, da hier auch ohne torische Korrektur ein guter alltagstauglicher Visus erreicht wird. Menschen, die während ihrer Zeit der weichen Kontaktlinsen auf eine torische Korrektur einer geringen Hornhautverkrümmung verzichtet haben, sind später fast immer sehr zufrieden mit ihrer Augenlaserbehandlung.
Der Astigmatismus stellt bei der Voruntersuchung, den Kontraindikationen und bei einer OP höhere Anforderungen an die Augenklinik als eine reine Kurzsichtigkeit. Wichtig ist dabei vor allem der sichere Ausschluss eines Keratokonus im Frühstadium und ein perfekt positionierten Abtrag, wenn es zu einem Eingriff kommt.